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Vietnam / Februar 2015 / Hansjürg Gnädinger / CH - 8164 Bachs

Vietnam war vor der Reise für uns ein Buch mit sieben Siegeln. Schon vom Start weg sind wir während der ganzen Reise von ausgezeichneten Wetterverhältnissen begleitet worden. Bei der Ankunft in Hanoi überführte uns ein Taxi zum Hotel. Auf dieser Fahrt erhielten wir bereits einen ersten ungewohnten Eindruck vom dortigen Verkehr. Total verstopfte Strassen von Rollern und nochmals Rollern…hunderte oder tausende. Kaum vorstellbar, aber diese haben uns auf der ganzen Reise in jeder Stadt und in jedem Dorf verfolgt. Nachdem wir an einer kurzen Information im Hotel unter anderem erfahren konnten, dass zurzeit die vietnamesische Neujahrsfeier ist und der Verkehr lediglich ein Bruchteil von normalen Tagen sei, haben wir geübt wie man die Strassen überquert. Dies klingt vielleicht etwas absurd. Wer aber diesen Verkehr einmal erlebt hat, wird es verstehen. Und dann war es soweit, dass wir das erste vietnamesische Nachtessen geniessen konnten. Die Halong Bay war dann einer der Höhepunkte der Reise. Diese Bucht ist eines der grössten und faszinierendsten Naturwunder der Erde, mit unzähligen Kalksteinfelsen, die mehrere Meter hoch aus dem Wasser ragen und deshalb von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Übernachtung fand auf einem Hausboot mit viel Wein (die Gruppe weiss was wir meinen) zum ausgezeichneten Nachtessen statt. Die mutigen Teilnehmer, welche vom Boot ca. 8 Meter ins Meer sprangen wie auch die Kanufahrten am Morgen in den einsamen Buchten hinterliessen besondere Erinnerungen. Auf der Weiterreise ging es nach Ninh Binh, wo wir von einheimischen Frauen auf einem Ruderboot in ein abgelegenes Tal gerudert wurden. Dort leben noch die letzten Schwarzlanguren-Affen. Das lange Warten hat sich wirklich gelohnt! Bei der Wanderung in ein abgelegenes Dorf ab von den touristischen Pfaden ins Naturschutzgebiet Pu Luong, kamen wir an vielen Reisfeldern vorbei. Dort lief uns ein Wasserbüffel entgegen, welcher infolge unserer weissen Haut und den exotischen Gerüchen schockiert ausbrach und erst auf einem Reisfeld dank des umkippenden Wagens zum Stopp gezwungen wurde. Wir Gentlemen haben dann natürlich dem Vietnamesen beim Aufstellen des Wagens geholfen, sodass er wieder von dannen gehen konnte. In einer gemütlichen Lodge mit viel Komfort genossen wir rund um das Lagerfeuer ein vorzügliche Essen mit guten Gesprächen und das in der unberührten Natur bis in die späte Nacht. Die Weiterreise mit dem Nachtzug von Ninh Binh nach Hue verbrachten wir im Schlafwagen (mit Waschkabine und WC) und einheimischen Vietnamesen, dies war unvergesslich und nicht für jeden Tag, aber ein einmaliges spezielles Erlebnis. In Hue ist uns die Töff-Fahrt in Erinnerung geblieben. Jedem von uns wurde ein Fahrer zugewiesen mit denen wir in der Gruppe abseits des Touristengebietes durch das Gebiet Hue zirkulieren konnten. Wir fuhren an kilometerlangen Friedhöfen vorbei und durften in einem Ort miterleben wie die bekannteste Hutmacherin auf eine spezielle Art Scherenschnitte in Kegelhüte einarbeitet. Ausserdem genossen wir auch noch den traditionellen vietnamesischen Kaffee. Dieses Getränk begleitete uns immer wieder auf der ganzen Reise. Jetzt kommt etwas, was für die Gruppe bestimmt ist: Auf dem Perlenpass (für Nichtkenner, hier kann man Zuchtperlen kaufen) hat uns Rafi einen vietnamesischen Kaffee vorangekündigt. Was danach abgegangen ist, versteht nur eine Frau. Ein Ladeninhaber erzählt uns über Perlenzucht, worauf die Frauen mit den Füssen unter dem Tisch zu scharren begannen. Sie konnten nicht warten bis sie den Shop betreten durften. Kaum war die Rede beendet bestürmten sie den Laden. Achtung fertig los. Ich kann nur soviel sagen, als wir mit dem Bus abfuhren, habe ich nur glückliche und strahlende Frauenaugen gesehen. Angekommen in Hoi An, einer wunderschönen Küstenstadt, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, haben wir geshoppt und einige haben Anzüge gekauft, welche in 2 Tagen fertig geschneidert waren. Aber das Beste war der Thunfisch in Kruste, welcher für mich als erklärter Nicht-Fischesser nun zum Feinsten gehört, was ich je gegessen habe. Diese Delikatesse wäre alleine eine Reise nach Vietnam wert. In Hoi Chi Minh City (früher Saigon), westlich des Mekong-Deltas, wurde uns der Vietnamkrieg aus vietnamesischer Sicht nahe gebracht. Wir alle haben viel Neues gehört und gleichzeitig konnten wir noch die Cuchi Tunnels besuchen und erfahren, was die Vietnamesen während des Krieges gegen Amerika mit ihren Händen und geringsten Mitteln geleistet haben. Ein Erlebnis mit nachhaltigen Eindrücken! In Phu Quoc, eine der grössten Insel Vietnams am Sandstrand haben wir uns vor der Rückkehr in die Schweiz von den Reisestrapazen erholt. Es gäbe noch Vieles zu erzählen, so zum Beispiel über die erlebnisreichen Massagen, die spezielle Nudelherstellung, die seltenen Früchte und Pflanzen, die Räucherstäbchen-Produktion, sowie der Besuch einer Töpferei und nicht zuletzt über die verschiedensten malerischen Landschaften. 

Fazit: Die Reise wird zweifelsohne als ein Volltreffer, und die Unterkünfte als gut gewählt in Erinnerung bleiben. Rafi zeichnete sich als ein ausserordentlich sachkundiger und einfühlsamer Reisebegleiter aus. Das Versprochene im Prospekt ist eingehalten und nach unserer Meinung noch übertroffen worden. Die Vielfältigkeit der Transportmöglichkeiten (Car, Velo, Roller, Rikscha, Haus- und Ruderboote, Zug und Flugzeuge) kamen voll zum Zuge. Die vietnamesische Küche ist köstlich, vielseitig und eigenständig. Auch für einen Nicht-Fischesser absolut problemlos. Süchtigen Zigarren-Rauchern wird empfohlen, genügend Vorrat mitzunehmen. Vietnam ist nach dieser Reise ein geöffnetes Buch und wir können diesen Trip bestens weiter empfehlen. Vielen Dank Rafi! Bethli & Hansjürg.


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Unsere Reisegruppen
Unsere Teilnehmer kommen aus allen Schichten und Altersklassen:
Aufgeschlossen - Abenteuerlustig - Wissbegierig - Ehrlich - Tolerant
"Auf dem Pick-Up unterwegs zu interessanten Zielen" "Mit dem Bambus-Zug flitzt man über ausgediente Bahngeleise" "Durch Bäche watend gelangen unsere Gruppen an Orte wo es keinerlei Tourismus gibt" "Mit privaten Booten gleitet man durch Sumpflandschaften" "Vor dem geheimen Bunker- Tunneleingang im Sperrgebiet inmitten des Waldes" "Verpflegung bei den Bergvölkern in deren Bambushütte" "Abseits der Touristenrouten gibt es keine Brücken über die Flüsse" "Kurz vor dem Eintritt in eine Wasser-Höhle sieht die Gruppe noch frisch aus" "Gemütliche Auszeit in der Hängematte auf dem Schiff" "Ein Abendessen nach traditioneller Art bei einer vietnamesichen Gastfamilie" "Gute Laune bei einer City-Tour trotz Regenwetter" "Rustikale Transportmittel um an abgelegene Ziele zu gelangen wo es keine Infrastruktur für den Tourismus gibt" digital picture viewer software downloads by VisualLightBox.com v5.9m

 

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